Am 10. August 2021 wurde dort eine Baustelle eingerichtet. Seitdem staut sich Tag für Tag der Verkehr, da eine Verengung der Fahrbahn auf nur eine Geradeausspur neben einer kombinierten Bus-/Radspur erfolgt. Doch viele fragen sich: warum?

Nach einem Monat Sperrung fragte das Bezirksamt bei der Baufirma nach, ob die Baustelleneinrichtung nötig sei, da es offenbar keine Bauarbeiten feststellen konnte. Die Firma begründete die Notwendigkeit mit Arbeiten, die dort liefen, aber von außen nicht zu sehen seien. „Wie können Bauarbeiten, die von außen gar nicht wahrnehmbar sind und sich somit gar nicht außerhalb des Gebäudes auswirken, über Monate die Sperrung des kompletten Geh- und Radwegs rechtfertigen?“ wundert sich Zander, der für die CDU-Fraktion Mitglied des Mobilitätsausschusses ist.

Baustelleneinrichtungen nur dann, wenn sie wirklich erforderlich sind

„Zu Recht fragen sich Anwohner, Pendler und Verkehrsteilnehmer, warum diese verkehrliche Hauptschlagader ein halbes Jahr ohne ersichtliche Bautätigkeit so massiv eingeengt werden konnte“, stellt der Lichtenrader CDU-Abgeordnete Christian Zander fest und weiter, „denn die Inanspruchnahme des Straßenlandes ist auf das geringstmögliche Maß und den kürzesten Zeitraum zu beschränken. Im Interesse der unzähligen Betroffen sollte geprüft werden, ob die Absicherung dieser Baumaßnahme nicht auch ohne dermaßen massive Eingriffe in das Verkehrsgeschehen und die damit einhergehenden Belastungen für die Allgemeinheit zu realisieren ist. Ich werde darauf achten, dass diese nicht sinnlos weiterbesteht und umgehend beendet wird, wenn die Arbeiten abgeschlossen worden sind.“

Beeinträchtigung wohl noch bis Ende 2022

Erst in den letzten Tagen bemerkte man eine beginnende Abrisstätigkeit im nördlichen Teil der dortigen Ladenzeile.
Der Lichtenrader Abgeordnete Zander erhielt die Auskunft, dass diese verkehrsrechtliche Anordnung noch weitere elf Monate bis zum Jahresende erteilt ist.
"Für mich ebenso unverständlich ist, dass erst im Nachhinein die Verlängerung der Geltungsdauer der Busspur erfolgte, obwohl doch vorhersehbar war, dass die Busse ebenfalls im Stau feststecken und sich deren Fahrzeit um mehrere Minuten verlängert. Das hätte von Anfang an mitgedacht werden müssen. Ich habe erlebt, dass der Stau bis zum Titlisweg reichte."

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