In Großziethen gibt es Überlegungen, zur Entlastung der Karl-Marx-Straße, die auf den Buckower Damm führt, eine Umgehungsstraße über die Felder zwischen Lichtenrade und Großziethen zu bauen. Das ist aber noch umstritten und wird von Berliner Seite nicht vorangetrieben.

Die Gemeinde Schönefeld, zu der Großziethen gehört, hat planungsrechtlich den Bau einer Umgehungsstraße als Entlastung für das Zentrum von Großziethen gesichert. Ob das Vorhaben tatsächlich umgesetzt wird, ist aber nicht sicher. Einerseits ist das Projekt wohl auch in Großziethen umstritten, andererseits macht eine Umgehungsstraße nur dann Sinn, wenn eine Umgehung auch wirklich möglich ist. Das bedeutet nämlich, dass die Straße auf Berliner Gebiet fortgesetzt werden müsste. Gemäß den Planungen würde sie in etwa in Höhe der Warmensteinacher Straße auf die Gerlinger Straße treffen.

Ich habe beim Senat nachgefragt, wie von Berliner Seite aus das Vorhaben bewertet wird und ob und wie Abstimmungen mit Schönefeld laufen. Bislang gab es lediglich Informationsgespräche und eine überschlägige Prüfung durch das Bezirksamt Neukölln. Es hält die Planung für schwierig, da zunächst Planungsrecht geschaffen werden müsste. Zudem wäre eine sinnvolle Weiterführung des Verkehrs an dieser Stelle nicht möglich, heißt es in der Beantwortung meiner Schriftlichen Anfrage: Straßen- und Schienenwege zwischen Berlin und Brandenburg.

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