Das Durcheinander in der Pandemie wird immer mehr zur Belastung. Der Senat muss dringend seine Kommunikation verbessern und sicherstellen, dass für Beschlüsse und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen alle nötigen Voraussetzungen geschaffen sind. Wir brauchen dringend mehr Klarheit und Verlässlichkeit.

Christian Zander, gesundheitspolitischer Sprecher, und Katharina Günther-Wünsch, bildungspolitische der CDU-Fraktion Berlin, erklären weiter:

Es ist völlig inakzeptabel, wenn noch am Donnerstag im Bildungsausschuss die Quarantänepflicht für Schülerinnen und Schüler erläutert wurde, die kurz darauf mit einem Beschluss der Amtsärzte entgegen der gültigen Senatsverordnung über die Quarantänebestimmungen bei Corona-Kontakten aufgehoben wird. Senatsinformationen in Fachausschüssen müssen eine längere Haltbarkeit haben als nur wenige Stunden.

Verwirrung über geltende Quarantäneregeln

In einem Brandbrief hatten elf der zwölf Bezirkselternausschüsse am Donnerstag den Senat noch aufgefordert, mehr Anstrengungen zum Schutz der Kinder in den Schulen vor einer noch schnelleren Ausbreitung des Virus zu unternehmen und die Kommunikation zu verbessern. Die Eltern wurden durch den Beschluss der Amtsärzte überrumpelt und fragen sich völlig zu Recht, was nun gilt. Weder die Gesundheits- noch die Bildungsverwaltung konnten diesen Widerspruch aufklären. Betroffene Eltern fühlen sich einmal mehr im Stich gelassen, weil unklar bleibt, ob sie zügig eine Bescheinigung für den Arbeitgeber erhalten, wenn sie sich freiwillig dazu entscheiden, ihr Kind als Kontaktperson zu Hause zu lassen. Ein solches Schlamassel hätte niemals passieren dürfen.“

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