Die Senatsforderung nach Einschränkungen des Anspruchs auf einen PCR-Test ist eine Bankrotterklärung. Ein PCR-Test zur sicheren Bestätigung einer Erkrankung an Corona muss Standard bleiben.

Christian Zander, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin erklärt:

„Die Omikron-Welle führt auch in den Laboren zu enormen Belastungen. Die Antwort des Senats darauf kann aber nicht sein, deshalb nun PCR-Tests einzuschränken auf Personen mit Symptomen und vulnerable Gruppen. Das würde bedeuten, die Übersicht und Kontrolle über das tatsächliche Infektionsgeschehen zu verlieren und de facto die Inzidenz zu deckeln, da nur PCR-Tests in die Statistik einfließen. Zudem würde die Frage, ob man wegen eines positiven Corona-Schnelltests wirklich in Quarantäne muss, nicht mehr grundsätzlich mit einem zuverlässigeren PCR-Test überprüft werden können.

Wir fordern Grünen-Senatorin Gote auf, sich mit ganzer Kraft für die Ausweitung der Laborkapazitäten einzusetzen. Die steigende Nachfrage war schon lange absehbar, mit dieser muss das Labor-Angebot Schritt halten. Der Senat muss seine Beschlussvorlage für die Länder zurückziehen und sich unverzüglich mit Laborbetreibern um eine Lösung bemühen.“

Eine Entlastung der Labore könnte schon dadurch erreicht werden, indem der Anspruch auf Testung bei einer Warnung über die Corona-Warn-App entfiele und eine Freitestung nach 7 Tagen bei symptomfreien Personen grundsätzlich über einen qualifizierten Antigen-Schnelltest erfolgt. Eine Freitestung von Personen, die mit vulnerablen Gruppen arbeiten, muss aber weiterhin per PCR-Test stattfinden.

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