Die Auswirkungen der Sperrung der Säntisstraße werden im Vergleich zur Sperrung der Buckower Chaussee ab 2022 rückblickend harmlos gewesen sein. Bis zu 4 Jahre werden die wichtige Ost-West-Verkehrsachse sowie die Anbindung an den S-Bhf. Buckower Chaussee erheblich gestört.

Die Antwort des Senats zu den Folgen der bevorstehenden Sperrung des Bahnübergangs Buckower Chaussee auf die Anfrage des Lichtenrader CDU-Abgeordneten Christian Zander führt vor Augen, dass auf den Süden der Stadt eine immense Belastung zukommen wird.
Zander fordert: „Sämtliche Möglichkeiten zur Verkürzung der Bauzeit, aber auch die für eine direkte Busanbindung des S-Bahnhofs Buckower Chaussee auch von der Ostseite müssen ausgelotet werden. Außerdem ist sicherzustellen, dass durch eine kluge Logistik und Baustelleneinrichtung die von 2024-2026 vorgesehene Errichtung eines neuen BVG-Betriebshofs die Umleitungsstrecke nicht noch zusätzlich belastet.“

4 Jahre erhebliche Störungen auf der wichtigen Ost-West-Verkehrsachse

Die Buckower Chaussee wird von Ende 2022 an für ca. 4 Jahre für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt. Es handelt sich hierbei um einen Abschnitt der einzigen direkten Ost-West-Straßenverbindung von Steglitz-Zehlendorf bis Treptow-Köpenick sowohl für den Linienbus- und Wirtschaftsverkehr sowie den Individualverkehr.
Dieser muss nun über die Nebenrouten umständlich umgeleitet werden. Welches Chaos dabei entsteht, konnte immer dann beobachtet werden, als die alte Schrankenanlage an der Buckower Chaussee noch bis vor wenigen Jahren immer mal wieder eine Störung hatte und der Verkehr umgeleitet werden musste.

Mit der Entscheidung, den S-Bahnhof Buckower Chaussee nicht mehr von Osten her mit dem Bus anzufahren, dürften sich die meisten Menschen künftig andere Verkehrswege suchen. „Die S-Bahn verliert erheblich an Attraktivität, wenn sie nur umständlich mit erheblich verlängerter Anfahrtszeit aus Lichtenrade-Nord, Buckow und Teilen von Mariendorf und Marienfelde erreicht werden kann. Auch auf die für uns im Süden bedeutende Busverbindungen von X11 und M11 wird sich die Sperrung deutlich auswirken: längere Fahrzeiten, höhere Störanfälligkeit und geringere Pünktlichkeit,“ bedauert Zander.

Aufzüge während der Bauzeit sorgen für Barrierefreiheit

Anders als noch bei der Säntisstraße wird es dieses Mal wenigstens Aufzüge geben. Hier waren die Interventionen bei der Bahn erfolgreich, so dass diese derzeit über einen 2. Planänderungsantrag die barrierefreie Querung und Nutzung des Bahnhofs vorbereitet.

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