Nach über 3 1/2 Jahren Sperrung ist die Säntisstraße am 22. November wieder für den Verkehr freigegeben worden. Da noch Leitungsarbeiten zu erledigen sind, besteht derzeit nur auf der Südseite ein Gehweg und die Fahrbahnmarkierungen sind noch provisorisch.

Ich habe es mir nicht nehmen lassen, bei der feierlichen Eröffnung dabei zu sein. Sie wurde von den Rednern als erster Meilenstein beim Ausbau der Dresdner Bahn gelobt. Nicht erwähnt wurde jedoch, dass über diese wiedereröffnete Strecke bis 2025 mehr Verkehr fließen wird, als sie mit nur je einer Richtungsfahrbahn bewältigen kann. Denn die Freigabe der Straße ist zugleich Voraussetzung dafür, dass die Buckower Chaussee für die Errichtung der Brücke über den Schienenweg gesperrt werden kann. Über Jahre wird die Hauptumleitungsstrecke somit über die Säntisstraße führen; ein kleinerer Teil des Umleitungsverkehrs wird über den Schichauweg führen.

Da die Planung der Säntisstraße schon viele Jahre zurückliegt, entspricht sie leider nicht den zeitgemäßen Standards und hat einen recht schmalen Radstreifen, was sicherlich besonders dann unangenehm wird, wenn sich beispielsweise zwei Busse oder Lkw unter der Brücke begegnen und man sich dort gerade ebenfalls mit dem Rad befindet.
Aber um auch was Positives bemerken zu können: Die Bauzeit ist im Zeitplan geblieben und es handelt sich um eine der freundlicher gestalteten Unterführungen und keinen sog. Angstraum. Ein Passieren der Bahnstrecke ist nun endlich wieder (ohne Überwindung der provisorischen Treppenkonstruktion) möglich. Bis zum Frühjahr, wenn die Leitungsarbeiten und damit auch der nördliche Gehweg fertiggestellt sein sollen, wird an beiden Seiten der Unterführung eine provisorische Ampel für Fußgänger das sichere Überqueren regeln.

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